Nach der Jagd einfach entsorgt

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Zum fünften Mal organisiert die Hundehalterin Julia Reinhardt federführend den Protestzug. Im vergangenen Jahr beteiligten sich mehr als 500 Tierfreunde aus ganz Deutschland mit rund 1200 Hunden an der Demo. Mitgetragen werden mehr als 20 Banner und Plakate, auf denen Galgos, die spanischen Windhunde, jeweils ihre ganz persönliche Geschichte erzählen, stellvertretend für ihre Leidensgenossen. Vor allem Galgos werden in ihrer Heimat auf dem Land oftmals als reines Werkzeug „benutzt“, etwa bei der Jagd auf Hasen.

Viele fristen ein trauriges Dasein und werden hart trainiert. Wenn sie nach der Jagdsaison nicht mehr tauglich sind, werden sie mitunter einfach „entsorgt“: An Bäumen erhängt, erschlagen, in Brunnenschächte oder Schluchten geworfen, in verlassenen Gegenden ausgesetzt, damit sie verhungern. „Auch wenn wir keinen direkten Einfluss auf den Umgang mit den Tieren vor Ort haben, so geht es vor allem darum, ein Bewusstsein zu schaffen für die Situation der spanischen Jagdhunde“, sagt Julia Reinhardt.

Deren Schicksale seien noch viel zu wenig bekannt. Dabei seien diese Hunde von ihrem Wesen her verschmust, intelligent und verspielt. Der Marsch findet stets Ende Januar statt, ganz bewusst zum Abschluss der Jagdsaison in Spanien.

Der Welt-Galgo-Tag findet immer am 1. Februar statt. Rund 490 000 Galgos werden neben anderen Hunderassen in Spanien traditionell als Jagdhunde eingesetzt. www.koelnergalgomarsch.jimdo.com

Kölner Stadt-Anzeiger

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